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| Ausgabe 1 | Januar 2004 | Mediendemokratie – Eine Frage der Werte? | |||||
Diskussion
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Einsichten & Aussichten
Auf der Suche nach dem WLAN
von Dominik Ruisinger & Hardy Krause
Wäre es nicht schön, wenn Sie einfach mit Ihrem Notebook aus dem Park auf Ihren PC im Büro zugreifen könnten? Oder bei einer Latte Macchiato parallel Ihre E-Mails checken und Termine aktualisieren würden? So oder ähnlich werben die Broschüren für WLAN. Und richtig: Was UMTS noch als ferne Vision verspricht, ist bei dem funkgestützten System wireless LAN bereits tägliche Praxis. Immer mehr Nutzer surfen in lokal begrenzten Bereichen mit Hochgeschwindigkeit im Internet. Diese Art des drahtlosen Breitbandzugangs zeigt zunehmend ihr Marktpotenzial. Ob in Hotels und Konferenzzentren, Flughäfen und Bahnhöfen, Kinos und Cafés - Nutzer loggen sich ein, um einen Abstecher ins Internet zu machen, E-Mails abzurufen, aus dem Firmen eigenen Intranet Präsentation, Berichte oder Videos herunterzuladen oder sogar Voice-over-IP aktiv zu nutzen. Die Voraussetzungen sind gering: Laptop oder PDA mit WLAN-Karte. Mehr nicht. Und deren Anzahl wächst steil. Spätestens mit dem immer stärkeren Fall der Laptop-Preise sowie dem neuen Intel Centrino Chip, der WLAN bereits in sich trägt und freies Surfen so ermöglicht. Geringe Investitionen - hohe Geschwindigkeit "Drahtlos ins Internet - hier jetzt sofort mit dslnetair" wirbt das Café Coffeemamas am Hackeschen Markt in Berlin-Mitte. Wir versuchen von außen auf das Funknetz zuzugreifen. Zwar erkennt die Software sofort, dass wir uns in einem mit WLAN versorgten Gebiet befinden. Das Signal ist aber äußerst schwach. Kein Wunder, die Reichweite der WLAN-Verbindungen beträgt 30 bis 100 Meter. Verlässt man den Hotspot-Bereich, verliert man sofort zu Zugang und muss sich einen neuen suchen - und sich erneut anmelden. Denn der Weg zu wirklich Flächen deckenden WLAN-Netzen ist noch weit. Schräg über den Platz finden wir bei Starbucks den nächsten Anschluss. Der amerikanische Kaffeeröster setzt auf T-Mobile. Nicht nur hier wird das WLAN-Angebot als kommerzielles Instrument zur Kundenbindung gesehen: Der Service soll sich in Form zusätzlicher Cappuccinos und Croissants bezahlbar machen. Wir machen den Test. Doch mit der im Quasimodo-Café gerade gekauften und dort auch brav funktionierenden Prepaid-Card kommen wir nicht weiter. Kein Anbieter akzeptiert die Karte eines anderen. An der Kasse erwerben wir den nächsten Voucher. Kostenpunkt: 6,85 Euro für eine Stunde. Einzulösen natürlich nur an T-Mobile-Hotspots. Ein typisches WLAN-Problem. Denn einen einheitlichen Abrechnungsmodus gibt es nicht. |
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