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Ausgabe 2 | Februar 2004 | Grenzen der Kommunikation
Einblick!

Ene, mene, muh...
Oliver Jorzik

Es hat geklappt. Florian Gerster ist aus dem Spiel. Nein, terradigitalis.net glaubt nicht an Verschwörungstheorien. Aber es gibt Situationen, da fangen die Wetten an zu laufen. Auch bei uns. Und wo gewettet wird, da gibt es natürlich Sieger und Verlierer. Das ist eigentlich ziemlich harmlos.

Weiter weniger harmlos als der Krimi, der sich in den vergan-genen Wochen abspielte. Die Akteure: Chef der Bundes-agentur, Kanzler, Hertha-Präsident, Unternehmensberater, Verwaltungsratsmitglieder, undichte Stellen im Apparat, Bundesrechnungshof-Sprecher, Oppositionspolitiker, Wirtschafts-minister, Journalisten, 4,3 Millionen Arbeitslose, zorniges Publikum. Eine hochexplosive Mischung, der Florian Gerster irgendwann nicht mehr gewach-sen war.

Wir wagen einen kleinen Rück-blick wie es zur Entlassung kam und eröffnen damit unsere terradigitalis.net-Reihe 'Gefallene Engel'. Denn wir stellen fest: In der Mediendemokratie wird nicht mehr mit dem Wahlzettel abgestimmt, sondern mit Publikumswerten. Wessen Werte o.k. sind, kann den größten Mist machen. Es spielt keine Rolle. Wessen Werte mies sind, der kann sich gar nicht vorsichtig genug umschauen.

Ach was, er kann es auch sein lassen, er hat sowieso schon verloren. Diesmal Florian Gerster, nächsten Monat vielleicht Olaf Scholz, die FDP, George Walker Bush oder Toll Collect? Seien Sie gespannt.

Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall wieder interessante Unter-haltung.

Im Fokus

Offene Antworten auf den Fall Gerster

Der Fall Florian Gerster zeigte einmal mehr die Schwierigkeit eines prominenten politischen Akteurs, die sensible Linie zwischen politischem Auftrag, Jobanforderungen und notwendigem Taktgefühl gegenüber einer sensibilisierten Öffentlichkeit zu beschreiten.

Den Fragen, wie es zu dem Image-Gau kam, welche Themenverläufe dabei zu beobachten waren und wie die aktuellen Anforderungen in der Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Berater aussehen, geht terradigitalis.net-Redakteur Oliver Jorzik nach.

Unsere Beiträge

>> Portrait:
Der Müller der Behörden-Mühle
>> Themenverlauf:
Gerster - WMP!
>> Literatur
>> Linkliste

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Privat! Der deutsche Hochschulmarkt.

Der Bildungsmarkt befindet sich im Umbruch. Dies haben auch die Diskussionen um private Hoch-schulen und Elite-Unis gezeigt. Jetzt kommt es darauf an, dass die privaten Hochschulen, die sich am Start oder in der Aufbauphase befinden, ihre Spielräume selbstbewusst erproben und durch die Qualität ihrer Angebote Studierende wie Unternehmen überzeugen. Doch wie sehen die Rahmenbedingungen heute aus?

In diesem Fokusthema, das in Zusammenarbeit mit der UMC POTSDAM (University of Management and Communication) entstand, stellt Eberhard Knödler-Bunte einige der Kernthemen und die private Hochschule vor. 

Unsere Beiträge

>> Finanzen:
Private Hochschulen und das Geld
>> Zukunft:
Ausbildungspartner UMC
>> UMC POTSDAM:
Daten und Fakten
>> Verhältnis:
Management und Kommunikation
Einsichten & Aussichten

Von Schamanen, Chirurgen und Hofnarren - Plädoyer für eine Reform der Beraterkultur in Deutschland

"Wir übten mit aller Macht - aber wann immer wir begannen, zusammen-geschweißt zu werden, wurden wir umorganisiert. Ich habe später im Leben gelernt, dass wir oft versuchten, neuen Verhältnissen durch Umorgani-sation zu begegnen. Es ist eine phanta-stische Methode. Sie erzeugt die Illusion des Fortschritts, wobei sie gleichzeitig Verwirrung schafft, die Effektivität ver-mindert und demoralisierend wirkt." 
(Gaius Petronius, gest. 66 n. Chr.)

Dr. Christoph Herrmann und Günter Moeller von der Unternehmensberatung hm+p | innovation for leadership plädieren in ihrem Beitrag "Schamanen, Chirurgen und Hofnarren" für eine grundlegende Reform der Beraterkultur in Deutschland.

 

Der passionierte Politiker - Der Berliner Politiker Hans-Christian Ströbele im Gespräch

Er gehört zu den prägensten und prägnantesten Politikern der Grünen - nicht nur in Berlin. Insbesondere auch seitdem Hans-Christian Ströbele bei der letzten Bundestagswahl in Kreuzberg-Friedrichshain ein Direktmandat holte. Auch in die heutige Politik mischt er sich regelmäßig ein. Und nicht selten mit Positionen, die auch in der eigenen Partei auf Widerstand stoßen.

Daniel Khafif befragte den passionierten Politiker in seinem Parlamentsbüro zur Wahrneh-mung von Politikern und Politik in Medien und Gesellschaft, zur empfundenen Lethargie im politischen Diskurs, zur Rolle des Wählers und verglichen die Situation heute mit den Sechzigern. Rückblick auf ein turbulentes Leben. (PDF Format)

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